Wasserschutzbelehrung
Sicherheitsbelehrung für die Wasserstraße
im Ruder-Klub Werder (Havel) von 1918 e. V.
Falsches Verhalten auf dem Wasser führt jährlich zu schweren Unfällen, auch mit Todesfolge. Jeder Unfall ist für uns einer zu viel, es gilt auch "leichte Unfälle", mit Schnittwunden und Materialschäden zu vermeiden.
- ✓ Alle Sportler unter 18 Jahren sind mindestens 1x jährlich - zum Anfang der Wassersaison durch Trainer (oder andere geeignete Personen) zu belehren. Alle Ruderanfänger/Quereinsteiger über 18 Jahren, die neu zum Rudersport gefunden haben, sind zu belehren. Die Teilnahme und Anwesenheit ist durch Unterschrift mit Datum zu dokumentieren.
- ✓ Alle weiteren Vereinsmitglieder mit Rudererfahrung haben sich regelmäßig selbständig im Selbststudium mit den Themen der Sicherheitsbelehrung zu beschäftigen und dies, wenn es keine weiteren Fragen dazu gibt, vor der ersten Ruderfahrt des laufenden Jahres, durch Unterschrift mit Datum zu dokumentieren.
Sicherheitsbelehrung (jährlich durchzuführen)
... d. h. Wie verhalte ich mich auf dem Wasser? Wie verhalte ich mich richtig in Gefahrensituationen?
Es gilt immer die Ruderordnung des Vereins!
Vor Fahrtbeginn hat der Eintrag ins Fahrtenbuch zu erfolgen.
Allgemeine Voraussetzungen
- Jeder Ruderer muss sicher schwimmen können.
- Rudermaterial vor jeder Ausfahrt auf Funktion überprüfen,
- Dollen, Rollsitz und Klemmringe müssen intakt sein
- Luftkastenverschluss nicht vergessen,
- Bugball
- ausreichend Getränke mitnehmen
Wettergerechte Kleidung
- Warme Kleidung und Mütze im Winter
- Sonnenbrille und Sonnenschutz für den Kopf und T-Shirt im Sommer (Oberkörper frei ist abzulehnen – Gefahr von Sonnenstich und Verbrennungen)
- eng anliegende Kleidung ist ratsam
Verhalten bei Brücken und anderen Engstellen
- wie auf der Straße immer die rechte Seite nutzen (also Steuerbord), um Zusammenstöße zu vermeiden
- bei Gegenverkehr der Berufsschifffahrt mit großem Abstand warten wegen Gefahr durch Wellenschlag
- vorausschauendes Fahren, um gefährliche Situationen zu vermeiden
Brückenkennzeichnung beachten
für Durchfahrten einhalten:
- Durchfahrt unter dem gelben Viereck
- ein gelbes Viereck – Brücke mit Gegenverkehr:

- zwei gelbe Vierecke – Brücke ohne Gegenverkehr:

- Brücken sind bei Dunkelheit beleuchtet
rot-weiße Vierecke:
- weiße Seite ist die Fahrseite, rote Seite ist die gesperrte Seite
Verhalten an Reusen & anderen Hindernissen
- weiß-rot Markierung gilt wie an Brücken
Verhalten an Fähren
- Achtung bei Unterwasserseilen, diese stellen beim Rudern ein Hindernis dar
- siehe Fähre Caputh: Rechtsfahrgebot einhalten und warten bis die Fähre angelegt hat und die Schranke geöffnet ist
Verhalten auf der Fahrrinne
- Markierung durch rote und grüne Bojen/Tonnen, zum Teil nachts beleuchtet
- Fahrrinne ist der Berufsschifffahrt vorbehalten! (wegen Tiefgang)
- Rudersportboote fahren außerhalb der Fahrrinne und kreuzen auf dem kürzesten und direktestem Weg die Fahrrinne
- Begegnen & überholen nur, wenn das Fahrwasser breit genug ist.
- Überholmanöver nur, wenn keine Gefahr davon ausgeht
- Berufsschifffahrt ist oft schneller als sie wirkt
Vorfahrtsregeln
- Berufsschifffahrt hat immer Vorfahrt!
- Segler und Surfer haben Vorrang (Windabhängigkeit)
- Kleinfahrzeuge mit Maschinenantrieb weichen uns Ruderern/Kanuten aus
- ! sonst gilt: Berufsschifffahrt, Seglern und Surfern, und wer mit Strömung fährt hat den Vorrang,
- Wer gegen Strom fährt-wartet
- 2 Ruderboote fahren je mit dem Bug auf Backbord aneinander vorbei
Tote Winkel
Wie groß ist der tote Winkel zwischen der Sicht des Kapitäns und einem davor kreuzenden Ruderboot?
Wie lang ist der Anhalteweg (Reaktions- und Bremsweg) eines Dampfers bei Schiebewind?
Hupsignale
- ein langes Hupen - Achtung!
Kanal
- die Sogwirkung von Schleppern nicht unterschätzen!
- Zu dicht am Ufer rudernd, kann bedeuten plötzlich auf Grund zu sein!
- Das Wasser wird regelrecht vor dem Schiff angesaugt, welches hinter dem Schiff zurückkommt
- Oft steinige Ufer und keine Möglichkeit am Ufer gefahrenfrei anzulegen
- Im Kanal ist es keine gute Möglichkeit eine Pause einzulegen
Gewässer mit großer Strömung
- hier ist Abstand zu Bojen geboten. Diese ziehen an!
- Im Uferbereich, in Buchten gegen den Strom rudern
- Mit der Strömung in Strommitte rudern
- Ruderboote legen in strömenden Gewässern immer gegen den Strom an und ab!
Anlegen
- der Steg ist zu nutzen - um Material zu schützen,
- ansonsten freie Ufer suchen viel Sand, kein steiniger Untergrund, nicht in Schilfgürtel fahren,
- Boote verbleiben nicht ohne Aufsicht und ungesichert im Wasser.
- Nicht barfuß ins Wasser, Gefahr von Schnittverletzungen!
Kommando
- hat der Steuermann über jede Entscheidung, wenn der Trainer nicht in der Nähe ist
- Ist der Steuermann zu jung und noch zu unerfahren, ist ein anderer Ruderer der Mannschaft durch den Trainer zu bestimmen
- Steuermann wird vor der Ausfahrt festgelegt, erfahrene Ruderer helfen
Ruderkommandos
- Zur eindeutigen Verständigung im Boot ist die Kommandosprache ist zu verwenden.
Naturschutz
- keinerlei Dinge ins Wasser zu werfen (Tüten, Plaste, Flaschen ,..) an Land gibt es entsprechende Mülltonne dafür.
- Keine Schwäne und Tiere unnötig aufscheuchen
- Achtung vor Seerosen (geschützte Pflanzen), nicht durchfahren, Gefahr von Kenterungen.
- Wellenschlag vermeiden wo es geht, besonders in Ufernähe.
Sperrtonne auf dem Glindower See
- rot mit weißem Längsstreifen schützen den Uferbereich bis zur Liebesinsel,

- hier gilt das Fahrverbot für alle Wasserfahrzeuge. Kein Durchrudern erlaubt.
Sport und Rettungstaucherrevier, Wasserski
- Rettungstaucherrevier ist mit Flagge gekennzeichnet: weiß-blau international senkrecht geteilter Doppelständer
- Kennzeichnung Wasserski-Strecke blaue Tonne mit weißem Längsstreifen (Schwielowsee, Zernsee), die Wasserskistrecke ist nicht zu durchrudern.
>
Fahrverbote
+ Absolute Verbote
- bei Nacht, Nebel, Sturm, Gewitter, aufziehendes Unwetter und verminderter Sicht
- Wind- hoher Wellenschlag
- Bei Nebel droht Orientierungslosigkeit.
- Bei einbrechender Dunkelheit ist ein weißes, 360° freies Toplicht für Ruderboote zwingend zu führen!
Für Jugendliche unter 18 Jahren-nicht ohne Aufsicht und Trainer, gilt auch für Anfänger / Quereinsteiger über 18 Jahren.
- Gilt auch bei Krankheit - wer sich nicht wohl fühlt bleibt an Land.
Bei überraschendem Gewitter - Schutz in Ufernähe suchen, ggf. aussteigen - auf Besserung warten.
Maßnahmen der 1. Hilfe
- regelmäßig üben und theoretisch durchsprechen (bestenfalls jährlich)
- Verbandskästen sind mitzuführen – besonders bei Tagesfahrten und längeren Wanderfahrten
- Notrufnummern griffbereit halten
- Im Boot mit kreisenden Armbewegungen Hilfe signalisieren
Verhalten bei Kenterungen
- Ruhe bewahren
- Nicht vom Boot wegschwimmen!
- Am Boot bleiben!
- Am Boot festhalten, ggf. wieder einsteigen oder darauf setzen,
- Untereinander Helfen, wenn andere in der Nähe sind
Fahrordnung / Training in der Föse
- Bahn 1 + 2 in Richtung Eisenbahnbrücke, Bahn 5 + 6 in Richtung Inselbrücke
Allgemeines Verhalten im Ruderhaus
- Nicht rennen in Hallen und am/auf dem Steg,
- Gefahr der Verletzung an Auslegern und Gefahr zum Ausrutschen.
- Gegenseitige Hilfe beim Tragen und Lagern der Boote
Fairness
- Gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme auf der Straße und dem Wasser
✓ In diesem Sinne, Riemen und Dollenbruch & immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.
Der Vorstand, im Mai 2025