Engagierte Mitglieder
Die
erfolgreiche
Entwicklung
eines
Klubs
hängt
immer
von
der
Einsatzfreudigkeit
und
dem
fachlichen
Können
einiger
Mitglieder
ab.
So
gab
es
auch
im
Ruder-Klub
Werder
(Havel)
von
1918
e.
V.
in
den
vergangen
Jahrzehnten
engagierte
Mitglieder,
die
nie
danach
fragten,
„Wann
ist
das?",
„Wie
lange
dauert
das?"
oder
„Wieviel
kostet
das?",
wenn
es
um
den
Rudersport
in
der
Blütenstadt
Werder
(Havel)
ging.
Viele
Mitglieder
setzten
sich
über
lange
Zeiträume
mit
viel
Umsicht
und
Sachkenntnis
für
die
Organisation
des
Rudersports
in
Werder
ein.
Stellvertretend
für
viele
Vorstandsmitglieder,
Übungsleiter und Wettkampfrichter seien hier einige genannt.
Kurt Schebel
Lehrer
und
Ingenieur,
geboren
1910.
Bereits
als
junger
Bursche
war
er
der
Ruderei
verbunden.
Auch
während
schwerer
Zeiten
von
1930
bis
1933
mit
Arbeitslosigkeit
und
Arbeitsdienst
blieb
er
dem
Rudern
treu.
Durch
Wohnungswechsel
kam
Kurt
Schebel
nach
Werder
und
wurde
1949
Mitglied
des
Ruder-Klubs.
Anfang
der
fünfziger
Jahre
hat
er
in
der
DDR
das
Schülerrudern
ins
Leben
gerufen
und
zwar
in
den
Altersklassen
jünger
als
15
Jahre.
Diesem
Auftakt
in
Werder
folgten
viele
Rudervereine
in
der
DDR.
Ebenfalls
auf
Initiative
von
Kurt
Schebel
wurde
1952
in
Werder
die
erste
Regatta
durchgeführt.
Die
Regattastrecke
war
nicht
optimal,
sie
verlief
von
der
Geltower
Kirche
vorbei
am
Bootshaus
der
Ruderer
bis
hin
zum
Gelände
des
Segelvereins.
Diese
Strecke
war
unübersichtlich
für
Zuschauer
und
zu
unruhig
für
die
aktiven
Ruderer.
Der
Ausbau
einer
neuen
Regattastrecke
auf
der
Föhse
entlang
der
Uferstraße
ist
ebenfalls
Kurt
Schebel
zu
verdanken.
Seine
Tätigkeit
für
den
Ruder-Klub
Werder
war
vielseitig:
Schiedsrichter,
Kampfrichter,
Ruderwart,
Übungsleiter,
Sektions-
leiter
(von
1950
bis
1956
und
von
1961
bis
1964)
und
Vorsitzender
im
Kreisfachausschuss.
Ihm
zu
Ehren
und
wegen
seiner
Verdienste
um
das
Schülerrudern
wurde
von
der
Stadt
Werder
ein
Kurt-Schebel-Gedächnis-Preis
gestiftet.
Um
diesen
Preis,
einen
Wanderpokal,
musste
drei
Jahre
gekämpft
werden.
Der
RKW
hat
ihn
zum
Verbleib
und
zur
Erinnerung
erkämpft.
Im
Jahre
1974
haben
wir
mit
Kurt
Schebel
einen
vorbildlichen
Lehrer,
Übungsleiter,
Freund
und
Ruderkameraden verloren.
Hans Hinze
Bankkaufmann
Hans
Hinze
trat
mit
16
Jahren
in
den
Ruder-Klub
Werder
ein.
Im
Rennvierer
ruderte
er
erfolgreich
bis
zum
Beginn
des
zweiten
Weltkrieges.
Nach
dem
Krieg
war
er
1948
Mitbegründer
der
Sektion
Rudern
im
Hotel
Stadt
Wien
am
Markt.
Hans
Hinze
war
Regattasprecher
bei
allen
örtlichen
und
vielen
auswärtigen
Regatten.
Ständig
war
er
in
der
Leitung
des
Ruder-Klub
Werder
und
der
Organisator
der
geselligen
Veranstaltungen
z.
B.
von
Kostüm-
und
Sylvesterfeiern.
Gerne
erinnert
er
sich
an
größere
Wanderfahrten
nach
Lehnin,
Brandenburg,
Neuruppin
und
an
den
Werbellinsee.
Noch
heute
nimmt
er
regen
Anteil
am
Geschehen
im
Ruder-Klub
Werder.
Für
die
Klubmitglieder
der
mittleren
und
jüngeren
Generation
ist
Hans
Hinze
ein
gefragter
Gesprächspartner,
wenn
es
um
Geschichten
und
„Geschichtchen" des Klubs geht.
Heinz Knick
Als
Sportfunktionär
im
Talar
übernahm
Pfarrer
Heinz
Knick
1964
die
Aufgaben
des
Sektionsleiters
Rudern
der
BSG
Einheit
Werder/H.
als
Nachfolger
von
Kurt
Schebel
der
zuvor
kurzfristig
als
Ersatz
für
Christian
Tiedemann
eingesprungen
war.
Durch
seinen
Beruf
war
er
es
gewöhnt,
mit
jungen
Leuten
umzugehen.
Mit
viel
Engagement
leitete
er
bis
Oktober
1969
die
Sektion.
In
dieser
Zeit
war
er
u.
a.
mit
der
Chronik
des
Ruder-Klub
Werder
beschäftigt,
er
kontrollierte
die
geruderten
Kilometer
im
Fahrtenbuch
und
machte
die
jährliche
Endabrechnung.
Oft
übernahm
Heinz
Knick
auch
das
Steuer
im
Ruderboot
oder
er
fuhr
als
Begleiter
im
Motorboot
mit.
Als
Sektionsleiter
der
Ruderer
war
er
auch
gleichzeitig
Mitglied
der
Leitung
der
BSG
Einheit
Werder.
Hier
führte
er
u.
a.
die
Karteien
aller
Mitglieder.
Im
Sommer
1968
wurde
er
sehr
krank.
Das
war
auch
der
Grund,
weshalb
er
dann
im
Oktober
1969
von
allen
Ämtern
zurücktrat.
Hildegard Servinsky
Bereits
vor
dem
zweiten
Weltkrieg
war
die
1910
geborene
Hildegard
Servinsky
Ruderin.
Die
gelernte
Sportlehrerin
war
dann
ab
1949
beim
Neubeginn
des
Rudersports
in
Werder
wieder
mit
dabei.
Nach
der
Zulassung
des
Schülerruderns
übernahm
sie
als
Pädagogin
die
Ausbildung
der
vielen
Kinder
und
Jugendlichen
und
brachte
ihnen
das
Ruder-ABC
bei.
Später
erfolgreiche
Ruderer
hatten
ihre
ersten
Trainingserfahrungen
bei
Hildegard
Servinsky
gesammelt.
Ihr
besonderes
Interesse
galt
auch
dem
Stilrudern.
Noch
als
Seniorin
nahm
sie
gerne
am
Klubleben
teil
und
kam
zu
allen
Veranstaltungen.
Von
älteren
Mitgliedern
des
Ruder-Klub
Werder
immer
wieder
besucht,
verstarb sie 1991 im Altersheim in Werder.
Karl Graefe
Karl
Graefe
wurde
1934
geboren
und
ist
seit
1951
eigentlich
nur
im
Verein,
um
im
Ruder-Klub
zu
rudern.
Seine
eigenen
sportlichen
Aktivitäten
des
gelernten
Tischlers
lagen
im
Leichtgewichtsrudern.
Aber
die
meiste
Freizeit
verbrachte
und
verbringt
er
im
Bootshaus,
um
die
vielen
Schäden
am
Boots-
und
Ruder-
material
zu
beheben.
Ohne
seine
fach-
männische
Hilfe
und
Anleitung
wäre
so
mancher
Schaden
oder
manche
Instandhaltungs-
maßnahme
nicht
vorangekommen.
Man
kann
sagen,
dass
er
in
den
mehr
als
vierzig
Jahren
seiner
Mitgliedschaft
selbstlos
nur
im
Dienst
seines
Rudervereins
gestanden
hat
und
auch
heute
noch
steht.
Darüber
hinaus
war
er
in
den
Jahren
von
1957-1978
als
Übungsleiter
tätig
und
kümmerte
sich
um
den
Rudernachwuchs.
Dabei
vermittelte
er
vielen
Jugendlichen
die
Liebe
zum
Rudersport.
Unter
seiner
Anleitung
entwickelten
sich
Ruderer,
wie
Hartmut
Königer,
Hans-
Joachim
Woitke,
Wolfgang
Wegener,
Reinhard
Genz
und
Heinz
Weinhardt
zur
DDR-Spitze.
Sie
waren
im
Einer
und
im
Doppelzweier
Deutsche
Meister,
Vizemeister
und
auch
international
erfolgreich.
Auch
heute
noch
unterstützt
er
die
Bootswarte
mit
fachmän-nischen
Ratschlägen
bei
der
Reperatur
der
Boote
und
der
Instand-
haltung
des
Bootshauses.
Zudem
ist
er
bei
jeder
Regatta
zu
sehen
wie
er
zusammen
mit
seinem
Bruder
Hannes
Graefe
die
Urkunden
und
Medailien
für
die
Siegerehrung
sortiert
und
vorbereitet.
Zusammengefasst
kann
man
sagen,
das
Karl
Graefe
sehr
viel
für
den
Verein
und
die
Ruderjugend
getan
hat
bzw.
heute
noch
tut,
aber
leider
bleibt
ihm
für
das
eigentliche
Rudern
zu wenig Zeit übrig.
Hans-Jörg Dahl
Seit
1952
ist
Hans-Jörg
Dahl
(geboren
1937)
Mitglied
im
Ruder-Klub.
Er
entdeckte
schnell
die
Leidenschaft
zum
Rudern,
der
er
immer
noch
verbunden
ist.
Bis
1959
hat
der
gelernte
Betriebswirt
Wettkampfsport
betrieben
und
konnte
über
100
Siege
errudern.
Darunter
den
1.
Meistertitel
für
den
Ruder-Klub
im
Vierer
mit
Stm.
als
Schlagmann
mit
Helmut
Nast,
W.-R.
Zimmermann,
Bernd
Nitzke
und
Eberhard
Woithe
als
Steuermann.
In
den
Jahren
1959-
1989
betätigte
er
sich
als
Übungsleiter
und
ab
1971
zusätzlich
als
Kampfrichter
bis
zum
heutigen
Tag.
Mit
den
Mannschaften
Hans-Peter
Knick,
Eberhard
Nusch
und
Brigitte
Ahrenholz,
Sabine
Große
konnte
er
sehr
gute
Erfolge
für
den
Ruder-Klub
Werder
erzielen.
Die
Hauptziele
seiner
Übungsleitertätigkeit
waren
die
Entwicklung
der
Liebe
zum
Sport
und
die
Entwicklung
von
objektiven
Menschen.
Viele
Jahre
war
H.-J.
Dahl
Mitglied
der
Sektionsleitung
und
übernahm
nach
der
Neugründung
des
Ruder-Klub
Werder,
1991
den
Posten
des
1.
Vorsitzenden.
Insgesamt
17
Jahre
übernahm
er
diesen
wichtigen
Posten
im
Ruder-Klub.
Unter
seiner
Leitung
wurde
der
Umbau
und
die
Sanierung
des
Bootshauses
zu
einem
modernen
Rudersportzentrum
durchgeführt.
Er
ist
zudem
der
Organisator
der
alljährlich
stattfinden
Havelregatta
in
Werder.
Durch
seinen
Einsatz
konnten
zudem
weitere
rudersportliche
Großveranstaltungen,
wie
der
39.
Bundes-
wettbewerb
im
Rudern
(2007)
oder
das
German
Masters-Championat
(2008
und
2009)
auf
der
Regattastrecke
in
Werder
durchgeführt
werden.
Durch
solche
Veranstaltungen
entwickelte
sich
die
Regattastrecke
Werder
zu
einem
ange-
sehenen
Regattastandort
im
gesamten
Bundes-
gebiet.
Werner Große
Werner
Große,
geboren
1949,
ist
zur
Zeit
Oberbürgermeister
in
Werder.
Wie
viele
Jugendliche
seinerzeit,
so
wurde
auch
Werner
Große
im
Rahmen
einer
Werbung
in
der
Schule
für
das
Rudern
geworben
und
ist
seit
1963
Mitglied
des
Ruder-Klubs.
Nach
dem
Erlernen
des
Rudereinmaleins,
was
ihm
aufgrund
seines
überschäumenden
Eifers
recht
schwer
fiel,
kann
er
doch
auf
eine
erfolgreiche
Wettkampfzeit,
besonders
mit
seinem
Ruderkameraden
Karl
Hintze,
zurückblicken.
Doch
ein
ganz
großer
Erfolg
wollte
sich
nicht
einstellen,
was
seiner
Liebe
zum
Rudersport
jedoch
keinen
Abbruch
tat.
Nach
Beendigung
seines
Studiums
zum
Dipl.-Juristen
stellte
er
sich
sofort
wieder
in
den
Dienst
des
Rudersports
und
übernahm
von
1973
bis
1990
die
Leitung
des
Vereins.
Dass
seine
Liebe
besonders
dem
Wettkampfsport
galt,
bewies
er
mit
seinem
unermüdlichen
Engage-
ment
für
den
Bau
und
späteren
Ausbau
der
Regattastrecke
an
der
Uferstraße.
Dieses
Vorhaben,
welches
von
Kurt
Schebel
gedanklich
entworfen
und
vorbereitet
wurde,
ist
durch
sein
Wirken
und
Handeln
zu
einer
der
schönsten
und
besten
Nachwuchsregattastrecken
in
Deutschl-
and
geworden.
Beim
Wettkampfsport
war
er
des
Weiteren
durch
seine
Tätigkeit
als
Kampfrichter
auf
fast
allen
wichtigen
Regattaplätzen
der
ehemaligen
DDR
zu
finden.
Ein
besonderer
Höhepunkt
dabei
war
sein
Einsatz
bei
den
Junioren-Weltmeisterschaften in Brandenburg.
Geboren
als
Löwin
1952,
in
Potsdam
aufge-
wachsen
und
zur
Schule
gegangen,
bin
ich
nach
20
Jahren
Leben
und
Lernen
wieder
"nach
Hause"
gekommen.
Zwischen
diesen
Jahren
lagen
viele
Etappen,
von
denen
ziemlich
wichtige
in
unserem
Verein
begonnen
haben,
eigentlich
mit
einer
Zeitungsannonce.
Ich
weiß
nicht
mehr
in
welcher
und
wo,
große
Mädchen
und
Jungen
wurden
gesucht.
Neugierig
wie
ich
war,
ging
ich
hin
und
fand
mich
in
einem
Ruderboot
wieder.
Meine
erste
Tour
als
Steuerfrau
endete
an
einer
Tonne,
auf
die
ich
geradewegs
steuerte.
Es
ist
nie
wieder
einer
auf
die
Idee
gekommen,
mich
steuern
zu
lassen,
was
später
dann
wohl
auch
eine
Gewichtsfrage
war.
So
jedenfalls
fing
alles
an
und
endete
dann,
wenn
auch
nicht
gedacht,
auf
dem
Siegersteg
in
Montreal
1976.
Eigentlich
wollte
ich
ja
noch
mit
nach
Neuseeland
1978,
aber
es
gab
da
einige
Unstimmigkeiten
mit
den
Oberen
des
Rudersportverbandes
und
dann
war
da
auch
noch
mein
Studium,
das
1972
aufgenommen,
1976
noch
ausgesprochen
in
den
Startlöchern
steckte.
Schließlich
wollte
ich
irgendwann
mal
richtig
loslegen
als
Arzt
und
da
hat
halt
das
Rudern
den
Kürzeren
gezogen.
Das
hat
sich
leider
bis
jetzt
fortgesetzt,
denn
ich
schaffe
es
nun
viel
zu
selten,
mittwochs
ins
Boot
zu
kommen.
Trotzdem
möchte
ich
den
Ruder-
Klub
Werder,
mit
allem
was
dazu
gehört,
nicht
mehr
missen
und
wünsche
mir
noch
viele
Jahre
in dieser Gemeinschaft.
Dr. Brigitte Ahrenholz